CaroSell

werkraum bild und sinn

Ebenen und Grenzen der Fotografie

CaroSell

spice in a huddle

Splitscreen-Video, 20 min., 2014/2015

 

02. bis 06. August 2016

Öffnungszeiten: 16:00 bis 20:00 Uhr

Eulerstr. 1, 13357 Berlin

Vernissage am 02. August 2016 ab 20:00 Uhr

 

Als am 31. Mai 2013 der Gezi-Park in Istanbul Schauplatz von extremer Polizeigewalt gegenüber friedlichen Demonstranten wurde, war das der Auftakt unzähliger Proteste gegen die, von der AKP-Partei geführten, türkischen Regierung.

Wie verhält man sich als ausländischer Tourist in einer Stadt, in der regelmäßig die Gewalt auf den Straßen eskaliert? ...Sie hat sich davon fern gehalten.

 

Der Film „spice in a huddle“ stellt ihren persönlichen Blick auf die Stadt der Seite gegenüber, die von Anfang an an den Demonstrationen beteiligt war und ihren ganz eigenen Blick auf die Situationen hatte.

 

CaroSell studiert an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Sie setzt sich durch Fotografie, Installation und Videokunst mit sozialen Gegebenheiten auseinander, die oft stark mit der eigenen Biografie verknüpft sind oder den Ort der Auseinandersetzungen intensiv verständlich machen sollen.

 

 

Gesa Salget im Gespräch mit CaroSell

 

06. August, 20:00 Uhr

 

Die Website gezipark.nadir.org entstand 2013 als Reaktion darauf, dass bislang Echtzeit Informationen zu den Geziparkprotesten fast ausschließlich in türkischer Sprache zur Verfügung standen.

Auf gezipark.nadir.org organisierte sich ein Kollektiv von Amateur-Übersetzer_innen, das türkische Tweets, Facebookmeldungen und Ticker (sendika.org) nach verifizierten Informationen filterte, diese sortierte und in verschiedene Sprachen übersetzte. Dabei verbrachten viele der Aktivist_innen zwei Wochen rund um die Uhr vor den Computern, sodass bald beinahe in Echtzeit Informationen in vielen verschiedenen Sprachen zur Verfügung standen. Für alle Beteiligten war es ein bisschen Geziparkgefühl in der Ferne.

 

Gesa Salget wird im Gespräch mit CaroSell von der Entstehung dieses Projekts und ihren Erfahrungen im Zusammenhang damit berichten.

 

Gesa Salget studiert derzeit Szenografie in Dortmund. Sie hat ihren ersten Masterstudiengang Kulturanalyse und Kulturvermittlung 2014 mit einer Arbeit zum Thema "Das T-Shirt als Protestraum" abgeschlossen. 2013 geriet sie zufällig mitten in die Geziparkproteste, schloss sich diesen an, sahen wie sich die Polizei nach langen Gefechten in der İstiklâl am 01. Juni zurück zog und erlebten danach 5 Tage des Zusammenhalts und des Triumphs.

Mit Widerwille musste Salget am 05. Juni den vorher gebuchten Rückflug antreten und war fortan dazu verdammt die Geschehnisse aus der Ferne zu verfolgen. In dem Übersetzungsprojekt fand sie schließlich doch noch eine Möglichkeit die Proteste auch von Deutschland aus weiter zu unterstützen.

 

 

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